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Krankenversicherung: Gesetzliche mit deutlicher Preiserhöhung?

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Das neue Jahr ist gerade erst einige Tage jung, da erreicht Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse direkt eine Hiobsbotschaft. Ausgerechnet das Handelsblatt, das sonst kaum eine Gelegenheit zur Kritik an der Privaten Krankenversicherung (PKV) auslässt, vermeldet Zusatzbeiträge bei den Gesetzlichen.

Wohlgemerkt: der zitierte Artikel wurde höchst vorsorglich im Konjunktiv formuliert. Und doch ist ab 2015 von Zusatzbeiträge in Höhe von monatlich 40 Euro die Rede. In Prozenten ausgedrückt, stehen 1,5 Prozent Steigerung im Raum, mit denen die gesetzlichen Krankenkassen die steigenden Ausgaben refinanzieren möchten.

Das Ganze ließe sich natürlich auch positiv formulieren und in der Tat ist aktuell von eine soliden Finanzlage die Rede. Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer wird mit den Worten „Ich gehe davon aus, dass wir 2014 ganz ohne Zusatzbeiträge auskommen“ zitiert. Wie es in den darauffolgenden Jahren aussieht, bleibt indes offen.

Anders als die PKV, geben die gesetzlichen Krankenkassen Jahr für Jahr rund vier Milliarden Euro mehr aus, als sie einnehmen. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, ist eine triviale Erkenntnis. Erstaunlich ist vor diesem Hintergrund, dass die große Koalition aus CDU/CSU und SPD gemäß Koalitionsvertrag erst einmal eine Senkung des Beitragsniveaus auf 14,6 Prozent beschlossen hat.

Es wurde allerdings auch fixiert, dass einzelne Kassen bei Bedarf prozentuale Zusatzbeiträge nehmen dürfen, was in vielen Fällen passieren könnte. Es bleibt dabei abzuwarten, wie hoch der Steuerzuschuss an die Krankenkassen ausfällt und aus welchen Töpfen zusätzliche Subventionen fließen. Kerngesund ist das gesetzliche Gesundheitssystem allerdings nicht ….

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