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Krankentagegeld: PKV darf Kontrollen durchführen

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Es ist ein Fall, wie er vermutlich nur selten vorkommt. Wer Krankentagegeld bezieht, muss in manchen Situationen mit einem Besuch seiner Privaten Krankenversicherung (PKV) oder eines von dieser beauftragten Detektivs rechnen. Hintergrund sind die durchaus vorhandenen Fälle von Versicherungsbetrug.

„Das Investment“ wartet vor diesem Hintergrund mit einem informativen Artikel auf, in dem die Rechte und Pflichten eines Versicherungsnehmer beschrieben werden. Fakt ist, dass bei Beziehen von Krankentagegeld auch nicht „nur ein bisschen“ gearbeitet werden darf. Das gilt insbesondere für Selbstständige, die nur kurz in ihrer Firma nach dem Rechten sehen oder schnell eine Anweisung erteilen. Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn das so genannte „Hamburger Modell“ zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt praktiziert wird.

Kontrollen durch die PKV sind überaus selten, da grundsätzlich das Vertrauensprinzip gilt. In einem konkreten Verdachtsfall ist der Versicherer allerdings berechtigt, diesem nachzugehen und einen Versicherungsdetektiv zu beauftragen. Des Weiteren dürfen auch PKV -Mitarbeiter in der Firma des krank gemeldeten Mitarbeiters nachfragen. Eine Pflicht zur Mitwirkung seitens der Mitarbeiter und Kollegen besteht jedoch nicht.

Was keiner PKV erlaubt ist, ist das Arbeiten mit Täuschen wie beispielsweise das In-Aussicht-Stellen eines Großauftrags um zu Überprüfen, ob ein Versicherter nicht vielleicht doch bei der Arbeit erscheint.

Für den Fall, dass ein Vertreter einer PKV vor der Tür steht, sollte man sich auf jeden Fall dessen Ausweis und Visitenkarte zeigen lassen. Wenn es sich um einen Außendienstmitarbeiter oder gar einen „Freien“ handelt, so hätten die Daten gar nicht erst weitergegeben werden und dieser keine Information über den Krankheitsfall erhalten haben dürfen. Auch gegenüber einem nachweislichen Mitarbeiter der Versicherung brauchen keine Fragen beantwortet werden.

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