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Krankenkassen: mehr Zuzahlungen für Medikamente geplant

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Das Thema ist in der Tat ein Aufreger und findet sich heute in nahezu jeder Zeitung. Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen müssen ggf. mit Zusatzkosten für 1.800 Medikamente rechnen. Hintergrund ist die Kürzung der Erstattungsbeiträge durch die GKV.

Wohlgemerkt: das Thema betrifft lediglich diejenigen, die gesetzlich versichert sind und nicht die Kunden in der PKV. Wie der Spiegel berichtet, könnten Medikamente, die bislang kostenlos erhältlich waren, künftig mit bis zu zehn Euro zu Buche schlagen. In einem Informationsblatt des Bundesgesundheitsministeriums heißt es zu den Zuzahlungen, dass diese „in Höhe von zehn Prozent [ausfallen], mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro“ betragen.

In der Praxis existieren jedoch (noch) eine Reihe von Medikamenten, die von der Zuzahlung ausgenommen werden. Bis vor Kurzem handelte es sich hier um 4.800 Präparate, ab dem 1. Juli sind es nur noch 3.000. Die Quote der zuzahlungsfreien Medikamente sinkt damit von bislang 15 auf unter zehn Prozent.

Noch ist theoretisch möglich, dass seitens der Pharmaunternehmen Preissenkungen vorgenommen werden. Dieser Schritt steht jedoch nicht zu erwarten. Von Seiten der Generika-Hersteller hagelte es auch schon Kritik an der neuen Regelung und es heißt sogar, dass sich die Unternehmen die noch niedrigeren Preise bzw. Erstattungen „nicht leisten“ können.

Als Puffer gelten beispielsweise die Regelung, dass Medikamentenzuzahlungen maximal zwei Prozent bzw. bei chronisch Kranken maximal ein Prozent der jährlichen Einkünfte betragen dürfen. Wie lange diese Regelung jedoch noch aufrecht erhalten wird, steht in den Sternen.

 

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