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Kommt die staatliche Förderung der Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Im Grunde genommen sind die Würfel bereits gefallen. Im Zuge des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes (AltvVerbG) wird der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ab 2014 staatlich gefördert. Wie aber bereits berichtet, reißt die Kritik an der Gesetzgebung nicht ab.

Das Problem besteht vor allem darin, dass der Gesetzesentwurf für die Förderungswürdigkeit eine lebenslange Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente vorschreibt. Bedenkt man, dass eine BU ansonsten nur bis zum Eintritt des Rentenalters bzw. bis zum 67. Lebensjahr greift, so nehmen die horrenden Mehrkosten nicht wunder.

Bei Finanzen.de wird bereits die Vermutung geäußert, dass die Beiträge für eine förderungswürdige Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) doppelt so hoch wie bei derzeitigen Policen liegt. Menschen mit niedrigem Einkommen dürften entsprechend keine Chance auf Finanzierung einer solchen Versicherung haben und so liegt die Gefahr eines – Zitat – „Eliteprodukts“ in der Luft. Hinzu kommt, dass vor allem Risikoberufe wie Maurer oder Dachdecker noch höhere Kosten in Kauf nehmen müssen, weswegen das Ziel der neuen Gesetzgebung klar verfehlt wird.

Was sich ändern lässt? Ggf. die Flexibilität hinsichtlich der Laufzeiten. Warum nicht auch eine „normale“ BU fördern, die bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr einspringt? Danach greift dann die private Altersvorsorge und zumindest ein Teil der beruflichen Risiken sind abgefedert. Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Zuge des AltvVerbG überhaupt als Altersvorsorge taugt, sollte ebenfalls kritisch hinterfragt werden. Mal schauen, ob eine neue Bundesregierung dieses Gesetz nicht schnell umformuliert oder ganz einkassiert.

 

 

 

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