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Koalitionsverhandlungen: PKV bleibt, doch was könnte sich ändern?

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In den bevorstehenden Verhandlungen zur Großen Koalition dürfte die gewünschte Einführung einer Bürgerversicherung mit Abschaffung der privaten Krankenversicherung (PKV) kein Thema mehr sein. Dennoch ist davon auszugehen, dass die SPD im Bereich Gesundheitspolitik einige ihrer Forderungen deutlich macht.

Die Tageszeitung „Welt“ mutmaßt in diesem Zusammenhang über eine Angleichung der Arzthonorare. Diese liegen in der PKV deutlich höher und sollen aufgrund dessen auch für die Kassenärzte angehoben werden. Ob dies ein „Ende der Zwei-Klassen-Medizin“ einleitet, wie es mancherorts heißt, wird indes von zahlreichen Experten bezweifelt.

Angedacht wird ein System, in dem jeder Arzt für jeden Patienten das Gleiche erhält und keinerlei Unterschiede zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung (PKV) gemacht werden. In der Folge sollen Privatpatienten auch nicht mehr bevorzugt werden und Gleichheit herrschen. Derzeit ist es jedoch so, dass Privatpatienten zweieinhalb bis drei Mal so viel einbringen und dieser Faktor sogar bis auf das Fünffache erhöht werden kann.

Folgt man dem PKV-Institut, so würde eine Angleichung der PKV einen Verlust in Höhe von 12,6 Milliarden Euro jährlich bzw. 50.000 Euro pro Praxis bringen. Um dies auszugleichen, wären die gesetzlichen Kassen gefragt, was einen Anstieg der Beiträge um ein Prozent bedeutete. Anderenorts wird ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent angesetzt.

Ob der zu erwartende Vorstoß der SPD überhaupt eine Chance hat, steht in den Sternen. Es steht allerdings zu erwarten, dass zumindest auf einem Feld ein Entgegenkommen der CDU stattfindet und dies könnte in der Tat die Gesundheitspolitik sein. Fortsetzung folgt.

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