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Klima: Dürre in Deutschland nicht versicherbar

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Die Dürre in Deutschland nimmt kein Ende. Viele Landwirte klagen über erhebliche Ernteverluste und gemeinhin gilt Trockenheit als das größte Wetterrisiko für die Landwirtschaft. Das Problem: in Deutschland existiert keinerlei Police, die gegen dieses Risiko absichert.

Die Stuttgarter Zeitung greift das Thema auf und weist darauf hin, dass Deutschland eines der wenigen Länder ist, in denen keine eigene Police gegen Trockenheit existiert. Verantwortlich hierfür werden die Politik sowie die Agrarlobby gemacht.

Die teilweise geforderte landwirtschaftliche Mehr­gefahrenpolice, die auch Trockenheit einschließt, ist sowohl in den USA als auch in weiten Teilen der EU obligatorisch. Der Gesamtverband der ­deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat hierzu eine Studie erstellt und die Wetterrisiken in Deutschland in den Jahren von 1990 bis 2013 quantifiziert.

Im Schnitt wurden jährlich Ernteausfälle in Höhe von 511 Millionen Euro verzeichnet, wobei die Schadenssumme aufgrund der klimatischen Veränderungen stetig ansteigt. Die Hälfte der Schäden entfällt auf Trockenheit, danach folgen Hagel, Frost, Überschwemmung sowie Sturm und Starkregen.

Die Länder wären vielfach bereit, eine Dürreversicherung zu unterstützen. In Deutschland wird die landwirtschaftliche Mehrgefahrenpolicen allerdings nicht gefördert, während Frankreich, Italien, Polen und Spanien sowie die Niederland und Österreich bis zu 70 Prozent zuschießen.

Man darf gespannt sein, ob es infolge des Klimawandels auch in Deutschland zu einem Umdenken kommt. Anderenfalls droht einigen Landwirten der Ruin bzw. werden teure Entschädigungen durch den Staat fällig.

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