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KfZ-Versicherung: Vollkasko oder nicht?

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In manchen Fällen, ergibt sich die Notwendigkeit einer Vollkasko-Versicherung gleichsam von selbst. Doch nicht immer handelt es sich um einen fabrikneuen Mittel- oder Oberklassewagen, der versichert werden soll. Dennoch existiert eine Faustformel, mit der sich die Notwendigkeit der Vollkasko bestimmen lässt.

Das Verbraucherportal Verivox gibt eine entsprechende Orientierung und nennt die Vollkasko immer dann notwendig, wenn man sich nicht ohne Probleme ein Ersatzauto leisten kann. Zudem müssen sich die zusätzlichen Kosten natürlich im Rahmen halten.

Als Beispiel wird ein VW Sharan 2.0 TSI, Baujahr 2010 herangezogen, dessen Marktwert mit 17.500 Euro beziffert wird. Wenn ein 40-jähriger Angestellter das Fahrzeug in der Schadenfreiheitsklasse 15 und 15.000 Kilometern im Jahr fährt, ergibt dies 376 Euro jährlich für Haftpflicht und Teilkasko. Die Vollkasko würde 627 Euro kosten und wäre damit 251 Euro teurer. Wird die Selbstbeteiligung in Höhe von 300 Euro abgezogen, so sind 17.200 Euro abgedeckt.

Wenn es jedoch zum Schadensfall kommt, müsste auch noch einberechnet werden, dass die Schadenfreiheitsklasse verändert wird, sodass – im Beispiel von Verivox – Mehrkosten in Höhe von 380 Euro entstehen.

Auf der anderen Seite steht die Frage, ob man ein Ersatzauto finanzieren könnte bzw. ob man auf das eigene Fahrzeug angewiesen ist. Zwar wird immer wieder die Faustformel einer Vollkasko in den ersten drei bis fünf Jahren ausgegeben, doch kann die Police auch danach noch sinnvoll sein, wenn im Schadensfall kein Ersatz beschafft werden könnte.

Ebenfalls ein Kriterium ist die Schadensfreiheitsklasse. Wer sowieso günstig versichert, kann sich auch leichter eine Vollkasko leisten, während diese in anderen Fällen schnell unrentabel ausfällt.

In weniger eindeutigen Fällen empfiehlt sich ein Gespräch mit einem Versicherungsberater, denn hier lassen sich die einzelnen Vor- und Nachteile deutlich besser abwägen und fachlich erläutern.

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