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Kfz-Versicherung: stärkerer Motor muss gemeldet werden

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Wer eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hat, muss den Einbau eines stärkeren Austauschmotors melden. Anders formuliert, spielt die PS-Zahl eine entscheidende Rolle für die Berechnung des tatsächlichen Risikos, was nun auch vom Oberlandesgericht Saarbrücken (OLG) unter dem Az.: 5 U 64/19 bestätigt wurde.

Im Focus wird über den Fall berichtet, bei dem der Fahrer gegen die Versicherung geklagt hatte und am Ende verlor. Es ging um einen US-Sportwagen mit ursprünglich 243 PS, der durch einen neuen Motor 450 PS erhielt. Nachdem der Fahrer einen Unfall selbst verschuldet hatte, verweigerte die Versicherung eine volle Schadensregulierung.Als Grund nannte der Versicherer die ausbleibende Meldung der neuen Motorisierung und damit das Verschweigen eines Risikofaktors. Die Richter sahen dies genauso und hielten durch die zusätzlichen Pferdestärken ebenfalls ein erhöhtes Unfallrisiko für zutreffend. Ein weiteres Argument besteht darin, dass bei Abschluss der Versicherungsvertrags die Leistung des Motors abgefragt wurde, was auf die Bedeutung dieses Faktors hindeutete und vom Halter hätte berücksichtigt werden müssen. Es hätte demnach auch ein höherer Beitrag gezahlt werden müssen, worum sich der Sportwagenfan gedrückt hat.

Nachzulesen ist das komplette Urteil auf der Webseite des Saarländischen Justizministeriums. Dort erfahren wir auch, dass die Versicherungsleistung um stolze zwei Drittel gekürzt wurde, was einem Betrag in Höhe von 15.299,25 Euro entspricht.

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