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KfZ-Versicherung: so wirken sich Assistenzsysteme aus

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Mehr und mehr Fahrassistenzsysteme und automatisierte Funktionen sorgen dafür, dass das Autofahren sicherer wird. Interessant ist jedoch, dass sich die geringeren Schadensrisiken keineswegs zwingend auf die Versicherungsprämien auswirken. Das besagt auch eine Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

In der „Zeit“ heißt es hierzu, dass die Versicherer von einem Absinken der Entschädigungsleistungen in einer Größenordnung zwischen sieben und 15 Prozent ausgehen. Die Basis für die Untersuchung sind sechs der gängigsten Assistenzsysteme, die sich mittlerweile in nahezu jedem Fahrzeug finden. Konkret geht es dabei vor allem um Notbremsassistenten und Parkassistenten, die den bei weitem größten Effekt haben.

Seitens der KfZ-Versicherer wurde schnell reagiert und schon seit 2013 werden Fahrzeuge mit serienmäßigem Notbremsassistenten automatisch um eine Typklasse günstiger eingestuft. Vergleiche mit der Einführung des Anti-Blockiersystems (ABS) am Ende der 1980er Jahre sind augenfällig, denn auch hier sanken die Prämien erst einmal. Mittel- und langfristig zeigte sich im Fall des ABS jedoch eher eine steigende Unfallzahl, was mit längeren Bremswegen und fehlender Qualifikation der Fahrer in der Benutzung des Systems zusammenhing.

Bei einem Notbremsassistenten könnte dies anders sein, denn hier arbeitet die Technik und nicht der Mensch. Experten haben herausgefunden, dass die Systeme in Kombination mit einem ABS und dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP in jedem Fall einen positiven Effekt haben und sogar die Hälfte aller Auffahrunfälle verhindert werden könnte.

Schäden wie Steinschlag oder Diebstahl lassen sich jedoch auch durch Technik nicht verhindern und wenn es trotz der Assistenten zu einem Auffahrunfall kommt, fallen die Reparaturkosten gleich deutlich teurer aus, denn schließlich müssen auch Kameras und Sensoren repariert werden. So gehen Prognosen von einem zunächst höheren Schadenaufwand aufgrund höherer Reparaturkosten aus und erst dann könnte sich das System langsam auf ein niedrigeres Niveau einpendeln.

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