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KfZ-Versicherung und PKV: so funktioniert das Tracking

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Das geplante  Tracking durch eine Versicherung hat der Vergangenheit erhebliche Diskussionen verursacht. In einem interessanten Interview mit der Technology Review klärt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG über die geplanten Maßnahmen auf.

So erfahren wir, dass in Italien bereits rund eine Million Fahrzeuge mit so genannten Blackboxes ausgestattet wurden, mit denen die exakten Fahrwerte ermittelt werden können. 2016 soll das Programm auf GPS und Mobilfunkbasis auch nach Deutschland gelangen – ebenso wie das PKV -Programm „Vitality“.

Nach Angaben des Generali-Vertreters werden dieselben Daten gesammelt, wie bei anderen Versicherungsunternehmen. Der Unterschied liegt darin, dass dank der Technologie validere Informationen gewonnen werden. Anders ausgedrückt, braucht ein Versicherungsnehmer nicht mehr bei der KfZ-Versicherung anzugeben, wie viele Kilometer er im Jahr zurücklegt, sondern lässt dieses direkt und exakt nachprüfen. Neben der reinen Fahrleistung kann die Blackbox allerdings auch Beschleunigungs- und Bremsverhalten sowie die tägliche Fahrleistung aufzeichnen.

Beim PKV -Programm „Vitality“ wird letztlich eine ähnliche Technik angewendet. Die Datenerfassung geht allerdings noch etwas weiter, wenn beispielsweise einem Fitnessstudio die Weitergabe der Besuchszahlen erlaubt wird oder ein Supermarkt die gekauften Produkte übermittelt. Aus den so gewonnenen Daten wird ein Kundenstatus ermittelt, der beispielsweise als „Gold“ oder „Silber“ bezeichnet wird und sich in den festgesetzten Prämien widerspiegelt.

Im Rahmen des Interviews wird allerdings auch klar gemacht, dass es bei den neuen Programmen lediglich um die Belohnung besonders sicherer Fahrer oder eines gesunden Lebensstils geht und diejenigen, die die Weitergabe ihrer Daten verweigern keinerlei „Bestrafung“ in Form höherer Beiträge hinnehmen müssen. Kritiker bezweifeln genau das ….

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