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KfZ-Versicherung: so funktioniert das Sonderkündigungsrecht

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Offiziell galt der 30. November als letzter Termin, um die KfZ-Versicherung zu wechseln. Dank des Sonderkündigungsrechts existiert jedoch eine Art „Schlupfloch“, mit dem sich ein Tarifwechsel auch noch zu einem späteren Zeitpunkt durchführen lässt.

In der „Computerbild“ werden diejenigen angesprochen, die den Termin verpasst haben, aber dennoch mit ihrem aktuellen Anbieter unzufrieden sind. Eine Möglichkeit, um doch noch an eine neue Police zu kommen, besteht immer dann, wenn Informationen über Tariferhöhungen erst im Dezember eintreffen.

Wann immer die Versicherungsprämie ohne eigenes Verschulden ansteigt, existiert ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat. Stichtag für den Beginn der Frist ist dabei der Zeitpunkt, an dem die Information durch die Versicherung erfolgt.

Gründe für eine solche Tariferhöhung können beispielsweise die Einstufung des Fahrzeugs in eine teurere Typklasse oder eine entsprechend kostenintensivere Regionalklasse sein. Ebenfalls kann es zu versteckten Beitragserhöhungen kommen, die immer dann vorliegen, wenn Versicherte in eine bessere Schadensklasse eingestuft werden, jedoch kaum Einsparungen beim Beitrag verzeichnen.

Versicherer müssen bei Ankündigung eines neuen Beitrags stets einen so genannten Vergleichsbeitrag angeben, bei dem der alte Beitrag mit der aktuellen Schadensklasse kalkuliert wird. Hieran lässt sich dann ablesen, ob es sich unter dem Strich nicht doch um eine Erhöhung gehandelt hat und damit das Sonderkündigungsrecht greift.

Selbstverständlich führt auch ein neues Auto oder der Verkauf bzw. die Stillegung des alten Autos zu einer Kündigungsmöglichkeit. Ausgeschlossen ist diese bei vorübergehender Abmeldung aber auch bei einer Veränderung der Kilometerleistung oder eine Erhöhung der Versicherungssteuer.

Für die Kündigung selbst, reicht auch im Fall des Sonderkündigungsrechts ein formloses Schreiben, in dem die Nummer des Versicherungsscheins, das amtliche Kennzeichen sowie der Kündigungstermin angegeben werden müssen. Zudem muss zwingend eine Begründung für die Kündigung (meist die Prämienerhöhung) enthalten sein, um eine Ablehnung zu vermeiden.

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