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Kfz-Versicherung: Schäden durch Kastanien und Eicheln nicht gedeckt

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Dass die Gefahr durch eine herabfallende Kastanie oder Eichel unvermeidlich ist, dürfte jedem einleuchten. Für die Kfz-Versicherung bedeutet dies aber auch, dass keinerlei Haftung übernommen wird. Anders formuliert: wer unter einem Kastanienbaum parkt, darf sich nicht über Schäden wundern.

Daraus folgt, dass weder die Kommunen oder Privatpersonen als Besitzer der Bäume haften müssen und auch das Aufstellen von Warnschildern ist bei „normalen“ Kastanienbäumen oder Eichen und anderen Bäumen, die Früchte tragen, nicht erforderlich.

Die Urteile, die dem zugrunde liegen, wurden bereits vor mehreren Jahren in einem Artikel in der HNA publiziert. So war es das Oberlandesgericht (OLG) Hamm, dass die Gefahren als „unvermeidbar und daher als eigenes Risiko“ darstellte. Die Erfordernis von Warnschildern wurde wiederum durch das Landgericht Aachen verneint, wo ein Schaden durch Kastanien und Co. als „überwiegendes Eigenverschulden“ bezeichnet wird.

Eine Ausnahme im Versicherungsbereich stellen unvorhergesehene und plötzliche Ereignisse oder auch ein starker Sturm, in dessen Folge die Kastanien heruntergeweht werden, dar.

Anders sieht es übrigens bei morschen Ästen aus, denn die Pflege der Bäume obliegt deren Eigentümern und muss Jahr für Jahr ordnungsgemäß durchgeführt werden. Das Stichwort lautet hier Verkehrssicherungspflicht.

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