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KfZ-Versicherung: Revolution durch autonomes Fahren?

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Das Thema autonomes oder teilautonomes Fahren ist derzeit in aller Munde. Vergleichsweise wenig wird in diesem Kontext über die Implikationen für die Versicherungsbranche geschrieben. Dabei sollen erste selbstlenkende Fahrzeuge bereits 2020 in Serie gehen bzw. Marktreife erlangen.

Im Focus äußert sich nun Joachim Müller, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG zu dem Thema und weist auch darauf hin, dass sich im Kontext autonom fahrender Autos bereits tödliche Unfalle ereignet haben. Die Technologie basiert unter anderem in einer umfangreichen Vernetzung mit Wetterdiensten, Kartenanbietern, Verkehrsinformationsservices und schließlich auch anderen Fahrzeugen.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass es durch autonomes Fahren zu weniger  Unfällen kommt. Statistiken legen nah, dass in 90 Prozent der Unfälle menschliches Versagen die Ursache war, was fortan wegfällt. Die KfZ-Versicherung wird jedoch weiterhin benötigt und soll es – Zitat – „auch in 50 Jahren noch geben„. Dank der Versicherungspflicht werden unbeteiligte Unfallopfer geschützt – und das unabhängig davon, ob Halter, Hersteller oder jemand anderer die Verantwortung für einen Unfall trägt.

Zu erwarten ist, dass es zwar weniger Schadensfälle gibt, dafür jedoch die Schadenshöhe ansteigt, wobei die Entwicklung über Jahre verlaufen wird.. Ebenfalls könnte der Schadenfreiheitsrabatt an Bedeutung verlieren, da fortan eher die Qualität der Assistenzsysteme relevant ist.

Zuletzt wird die grobe Fahrlässigkeit natürlich weiter bestehen und weiterhin Teil des Versicherungsschutzes bleiben. Der zitierte Artikel endet optimistisch und preist das deutsche Versicherungsmodell sogar als Vorbild für ganz Europa. Man darf gespannt sein….

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