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Kfz-Versicherung muss auch bei Fahren mit Flip-Flops zahlen

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Wer bei sommerlicher Hitze mit dem Auto unterwegs ist, wird vielleicht schon einmal barfuß gefahren sein. Oder man trägt ohnehin Flip-Flops oder Badelatschen, weil es einfach bequemer und luftiger ist. Für den Versicherungsschutz bedeutet dies in aller Regel keinerlei Einschränkungen.

Die Sächsische Zeitung weist darauf hin und beruft sich dabei auf den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).  Dieser erläutert, dass insbesondere der Schutz der Kfz-Haftpflicht nicht an bestimmtes Schuhwerk gebunden sein darf und daher freie Auswahl herrscht. Dennoch wird dringend zu festem Schuhwerk geraten.Die Zahlung verweigern könnte theoretisch eine Vollkaskoversicherung. Als Begründung ließe sich in diesem Fall grobe Fahrlässigkeit anführen, doch auch hier winkt der GDV ab und sieht im Tragen oder Nicht-Tragen einzelner Arten von Schuhen

kaum ein so schwerwiegendes Außerachtlassen der üblichen Sorgfalt

Bei einem Berufskraftfahrer sieht dies übrigens anders aus: wer einen LKW steuert oder auch als Bus- oder Taxifahrer bzw. Kurier unterwegs ist, muss entsprechend der Unfallverhütungsvorschrift Fahrzeuge (§ 44 Abs. 2 DGUV Vorschrift 70) ein den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen. Es droht bei Nichtbefolgen zwar nicht zwingend ein Bußgeld doch im Falle eines Unfalls könnte eine Versicherung die Zahlung verweigern.

In Österreich und der Schweiz ist es übrigens etwas anders. Die Regelungen sehen zwar auch kein generelles Schuhgebot vor, doch gerät man in die Mithaftung, wenn ein Unfall geschieht.

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