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Kfz-Versicherung: immer weniger Telematik-Tarife

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Ein Trend? Von wegen! Die einst hochgelobten Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung scheinen nur wenig Akzeptanz seitens der Versicherten zu finden. Folgt man Statistiken, so entscheiden sich bundesweit lediglich rund 150.000 Personen bei den großen Versicherern für einen entsprechenden Tarif.

Bei „Kfz Betrieb“ heißt es hierzu, dass auch die Versicherer weniger Telematik-Tarife anbieten und die Zahl von 14 Angeboten im Jahr 2017 auf nur noch elf in diesem Jahr gesunken ist. Einer der Gründe mag sein, dass Telematik-Tarife nach aktuellem Stand jungen Fahranfängern vorbehalten sind.

Für eine Ersparnis von bis zu 30 Prozent werden von Seiten der Versicherung Daten zum Fahrverhalten gesammelt. Wer umsichtig fährt wird belohnt, da gerade Fahranfänger eine hohe Zahl an Unfällen verursacht und damit oftmals eine Schadensregulierung erforderlich wird.

Dass sich die Telematik in Deutschland als regelrechter „Ladenhüter“ entpuppt ist vor allem im internationalen Vergleich interessant. In Italien haben sich bereits mehr als sieben Millionen Versicherte für entsprechende Tarife entschieden und lassen ihre Fahrdaten auswerten. Die Daten haben nicht nur Relevanz auf Bereiche wie die Schadensregulierung, sondern geben auch Aufschluss darüber, ob sich Elektrofahrzeuge mit geringer Reichweite eignen. Fakt ist offenbar, dass mehr als die Hälfte aller untersuchten Fahrzeuge im Zeitraum zwischen Januar und August 2018 niemals länger als 250 Kilometer bewegt wurde. Mit anderen Worten: Fahren ohne Nachladen ist fast immer problemlos möglich und Langstrecken machen nur ein Prozent aller Fahrten aus.

 

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