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Kfz-Versicherung: immer noch hohe Vertriebskosten wegen Vergleichsportalen

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Wer eine Kfz-Versicherung abschließt, schaut vorher oftmals in einen Vergleich. Auf dem Markt tummeln sich die entsprechenden Portale und versprechen allesamt, dass der Tarif mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis oder der besten Leistung gefunden wird. Doch der Markt ist komplex und lässt sich offenbar nicht so recht vereinfachen.

Das Versicherungsjournal greift die Thematik auf und weist darauf hin, dass mittlerweile 56 Risikomerkmale für das Zustandekommen eines Tarifs ausschlaggebend sind. In früheren Jahren waren dies lediglich Region, Schadenfreiheitsklasse, Ber uf und Typklasse. Die Vergleichsportale leisten entsprechend eine gute Arbeit, indem sie sortieren und einen Überblick verschaffen. Das Problem besteht allerdings in den Vertriebskosten, denn die Vergleiche möchten naturgemäß Geld verdienen: „Die Portale demokratisieren den Vertrieb von Versicherungen, allerdings zu Extra-Kosten“ heißt es im Statement eines Experten und die Leidtragenden sind vor allem die Direktversicherer.

Diese müssen nolens volens die Vertriebskosten akzeptieren oder auf die Präsenz in den Vergleichsportalen verzichten, was einen Verlust an Reichweite zur Folge hätte. Zwei Preise für den direkten Vertrieb und das Ergebnis aus den Vergleichsportalen sind nicht möglich, da hier die Akzeptanz seitens der Kundschaft fehlen würde.

Christian Paul Sooth, Vorstand der Verti Versicherung AG, fordert daher, „dass die Angebote der Autoversicherung staatlich normiert würden.“ Aktuell herrscht ein regelrechter Dschungel, der auch dadurch dichter wird, dass manche Autoversicherer bewusst zahlreiche Tarife auflegen, um nach jedem Kriterium für die Kundschaft sichtbar zu sein.

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