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KfZ- Versicherung: Fahrstilüberwachung hilft Kosten sparen

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Das Thema „Fahrstilüberwachung“, Fahrtenschreiber oder wie man die neuen Apps auch sonst nennen mag, wird bereits seit Monaten diskutiert. Nun melden die ersten Versicherer Vollzug und koppeln die Prämien ihrer KfZ-Policen an den Fahrstil der Versicherten.

Was auf den ersten Blick ein wenig nach Science Fiction klingt, ist laut Spiegel mit vergleichsweise geringem technischen Aufwand realisierbar. Den Anfang macht die neue Versicherungsmarke Sijoux, die zur Signal Iduna gehört. Mit Hilfe eines so genannten Bluetooth-Dongles werden Daten von der Diagnose-Schnittstelle des Autos an eine Smartphone-App gesendet.

Diese App ist dann in der Lage, den Fahrstil zu bewerten und daraus einen so genannten „Score“ zu erstellen. Dieser ist wiederum Grundlage für die Festsetzung der Versicherungsprämie. Was auf den ersten Blick einfach klingt, hat jedoch eine Reihe von Haken. An erster Stelle steht sicherlich die Frage nach dem Eigentümer der Daten. Was passiert nach einem Unfall und wer darf dann auf die Daten zugreifen?

Des Weiteren mögen die Kriterien für die Festlegung des Scores zwar transparent sein (ausschlaggebend ist die G-Kraft beim Beschleunigen, beim Bremsen und in den Kurven) – es wird jedoch dadurch auch richtiges Fahren wie das Vollbremsen zur Unfallvermeidung bestraft.

Angesichts der zahlreichen Debatten über Überwachung und Datenschutz darf man gespannt sein, ob diese neue Form der Versicherung überhaupt angenommen wird. Erste Umfragen zeigen eine eher kritische Haltung und so dürfte es auf die zu erwartenden Rabatte ankommen, ob die Versicherungskunden anbeißen.

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