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Kfz-Versicherung: Einstufung nach Alter umstritten

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Es ist schon erstaunlich, mit welchen Emotionen das Thema Auto und damit auch die Kfz-Versicherung in Deutschland verbunden sind. Ein aktuelles Beispiel liefert die Berliner Autohaus-Besitzerin Heidi Hetzer, die bei einer Neuanmeldung eines Wohnmobils nach eigener Ansicht nicht korrekt eingestuft wurde.

Wie der RBB berichtet, trug die Versicherung dem Alter der Vielfahrerin Rechnung und stufte diese angesichts ihrer 81 Jahre wie eine Fahranfängerin ein. Hetzer verweist jedoch darauf, dass Sie bereits seit 65 Jahren den Führerschein habe.

Erstaunlich an der jetzigen Kritik an der Praxis der Versicherung ist die Argumentation über Erfahrung. So steht zu erwarten, dass nahezu jede Person jenseits der 80 Jahre bereits seit vielen Jahrzehnten einen Führerschein besitzt. Dieser Umstand schützt jedoch kaum vor verlangsamten Reaktionen und körperlichem Verfall, der nun einmal ein Fakt ist.

Vielleicht hätte die Versicherungen einen Test durchführen können, was jedoch angesichts der meist geringen Versicherungsprämien einer KfZ-Haftpflicht als sehr umständlich erscheint. Der Satz „Das ist doch ein Witz“ mit dem die Vielfahrerin zitiert wird, scheint jedoch aus Versicherungsgründen nicht so recht angemessen.

Aus den Medien vernimmt man, dass Hetzer guter Hoffnung auf eine bald gefundene Versicherungslösung ist. Man darf gespannt sein, ob und welche Versicherung ihre Praxis angesichts des (in Berlin) großen Namens über Bord wirft und eine Ausnahme macht.

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