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KfZ-Versicherung: bald auch selbstfahrende Autos eingeschlossen?

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Die automobile Zukunft nähert sich mit Riesenschritten. Für die KfZ-Versicherer sind hier weniger PS und Hubraum oder neue Motoren als die Erfindung selbstfahrender Fahrzeuge von Relevanz. Wie lassen sich diese versichern? Und wer haftet bei einem Unfall?

Die Allianz hat nun als einer der ersten Anbieter eine Antwort auf manche der Fragen gegeben. Wie es in der Autobild heißt, übernimmt der europäische Branchenprimus auch autonom fahrende Autos. Die Kalkulation dürfte jedoch ein wenig anders ausfallen, da nicht der Fahrer bzw. Betreiber, sondern der Entwickler für eventuelle Unfälle verantwortlich zeichnet.

Im Rahmen der CES 2015 in Las Vegas hat Daimler bereits einen selbstfahrenden Mercedes präsentiert. Chef Dieter Zetsche merkte hierzu an, dass das die Technologien bereits serienreif sind, jedoch die juristischen und ethischen Fragen offen bleiben. Wer genau bei einem Unfall haftet, ist noch nicht ganz klar und auch die Frage, wie sich ein selbstfahrendes Auto nach einem Unfall verhält ist unbeantwortet.

Seitens einiger Versicherungsexperten wird bereits bezweifelt, ob ein Auto jemals komplett autonom fahren wird. Gemäß des Wiener Übereinkommens von 1968 muss jeder Führer „dauernd sein Fahrzeug beherrschen.“ Ein Ausschuss der UN hat zudem auch für autonom fahrende PKW ergänzt, dass das Fahrzeug jederzeit von einem Fahrer mit einem gültigen Führerschein gestoppt werden können muss.

Am Ende könnte es sich also um relativ „normale“ KfZ-Haftpflicht-Policen handeln, die früher oder später zum Alltag gehören könnten.

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