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Kfz-Versicherung: Anhänger werden deutlich günstiger

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Wir hatten bereits im Januar hier im Rundumversicherungsblog über den möglichen Wegfall der Doppelhaftung für Fahrzeuge und deren Anhänger berichtet. Was seinerzeit ein Gesetzesentwurf war, ist nun offenbar spruchreif. Die Folge: Unfallschäden müssen nur dann vom Besitzer eines Anhängers übernommen werden, wenn dieser die Unfallgefahr erhöht.

Folgt man dem neu eingeführten  „Gesetz zur Haftung bei Unfällen mit Anhängern und Gespannen im Straßenverkehr“, so gilt die separate Haftung für den Anhänger beispielsweise dann, wenn sich der Anhänger selbstständig macht und vom Zugfahrzeug abgekoppelt wird oder ein technischer Defekt am Anhänger vorliegt.Anderenfalls werden Unfallschäden von der Versicherung des Zugfahrzeughalters übernommen. Bis dato mussten sich die Halter von Zugfahrzeug und Anhänger die Kosten im Verhältnis von 50 zu 50 teilen, was einen enormen organisatorischen Aufwand für die Versicherungswirtschaft bedeutetete. Wir Firmenauto.de berichtet, stand am Anfang ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) Az.: IV ZR 279/08, das schon 2013 auf Wunsch des Verbandes der Versicherer GDV und des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) geändert werden sollte.

Nutznießer der nun veränderten Regelung sind sowohl die Versicherer als auch Anbieter gewerblich nutzbarer Anhänger. Deren Flotten dürften wachsen und die Preise für den Anhängerverleih aufgrund der verbesserten Versicherungssituation sinken. Bei privaten Wohnanhängern hingegen, gab es infolge der 50/50- Regelung kaum eine Steigerung, sodass nun auch keine so hohen Nachlässe ins Haus stehen.

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