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KfZ-Haftpflicht: Gutachten ist ausschlaggebend

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Nach einem Autounfall darf die Kfz-Haftpflicht des Unfallgegners nicht ohne Weiteres Posten aus dem Unfallgutachten kürzen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Konstanz (Az.: 9 C 597/16) hervor. Der Versicherer hatte sich zunächst geweigert, die Probefahrt durch die Werkstatt zu übernehmen.

Wie die TZ schreibt, ist das Unfallgutachten jedoch ausschlaggebend und den dort aufgelisteten Posten muss in vollem Umfang entsprochen werden. Hintergrund ist auch, dass ein Unfallgeschädigter das Gutachten als Grundlage für die Reparaturen nimmt und auf dieser Ebene Rechtssicherheit herrschen muss.

Mit anderen Worten kann nur das (neutrale) Schadensgutachten ausschlaggebend sein, da sonst einzelne Posten von Seiten des beim Unfall Geschädigten übernommen werden müssten. Entsprechend sah das Amtsgericht einen Rechtsanspruch gegenüber der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung.

Grundsätzlich gilt jedoch auch, dass ein Geschädigter alles dafür tun muss, dass die Kosten für den Schaden möglichst gering ausfallen. Da es sich jedoch um keine Auto-Experten handelt, sind die veranschlagten Kosten und die Aussagen aus den Gutachten maßgeblich. Diesen Informationen darf vertraut werden und eine erneute Prüfung kann nicht verlangt werden.

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