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KfZ-Haftpflicht: erste Versicherung testet Blackbox für Autos

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Eine Blackbox ist vor allem aus Flugzeugen bekannt und zeichnet dort die exakten Flugdaten und den Flugverlauf auf. Neuerdings findet diese Technik offensichtlich auch im Auto Verwendung. Konkret bedienen sich die Itzehoer Versicherungen dieser Methode, um das Verhalten der KfZ-Versicherten zu überwachen.

Laut NDR handelt es sich dabei zunächst um einen Test, bei dem das Fahrverhalten der Versicherungskunden aufgezeichnet wird. Die Folge könnte jedoch sein, dass aufgrund der gewonnenen Daten Schadensfreirabatte für die Kfz-Haftpflicht bzw. die Kasko-Versicherungen festgesetzt werden.

Wie der Vorstandsvorsitzende des Versicherungskonzerns, Uwe Ludka, in einem Interview anmerkte, könnte sich auch die Festlegung der Prämien nach den Ergebnissen der Blackbox-Aufzeichnung orientieren. Diese arbeitet mit Hilfe eines GPS und zeichnet sowohl den aktuellen Standort als auch das Fahrverhalten auf.

Leitfragen sind dabei, ob stets die zulässige Höchstgeschwindigkeit eingehalten wird und wie sich das Bremsverhalten gestaltet. Ebenfalls wird untersucht, welche Straßen der Versicherte nutzt und zu welchen Tageszeiten gefahren wird.

Wohlgemerkt: wie genau das System funktioniert und welche Kriterien für die Berechnung der Versicherungsprämien herangezogen werden, ist derzeit nicht bekannt. Nach Angaben des Versicherers ist eine Einführung erst gegen Ende des Jahrzehnts zu erwarten. Bis dahin werden jedoch auch Datenschützer auf den Plan getreten sein und das Thema könnte deutlich weitere Kreise ziehen.

Der jetzige Test ist dennoch interessant und die Ergebnisse dürfen mit Spannung erwartet werden.

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