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Kaum noch Unterschiede zwischen Lebensversicherung und anderen Geldanlagen

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In früheren Jahren galt die Lebensversicherung als sichere Bank. Wer hier Geld anlegte, durfte sich über hohe garantierte Zinsen freuen und war gewissermaßen „Rundum sorglos“. In Zeiten schwindender bzw. nicht mehr vorhandener Zinsen hat sich dies geändert und die Lebensversicherung verliert nach und nach ihr Alleinstellungsmerkmal.

Die Folge ist unter anderem ein erheblicher Run-Off, über den wir bereits im Rundumversicherungsblog berichtet haben. Ebenfalls erscheinen mittlerweile Lebensversicherungen ohne Garantiezinsen oder eine Kapitalgarantie in Höhe von 100 Prozent. Was früher für Sicherheit gesorgt hat, ist mittlerweile genauso konzipiert, wie andere Geldanlagen.

Dem Handelsblatt ist diese Entwicklung einen interessanten Kommentar wert und berichtet noch einmal über die Kehrtwende bei der Allianz. Der Branchenprimus setzt mehr und mehr auf Fondslösungen und bringt fortan nur noch Produkte mit garantierten Rückzahlungsquoten in Höhe von 98 Prozent, 80 Prozent oder nur 60 Prozent.

Natürlich sind mit diesen Produkten bessere Renditen möglich und doch ist die Sicherheit dahin bzw. es wird nur noch ein minimaler Puffer eingebaut. Die Risiken des Marktes werden auf diese Weise von den Versicherern an die Kundinnen und Kunden durchgereicht, die allerdings immer die Wahl anderer Anlageformen haben.

Seitens der Lebensversicherer ist der Schritt allerdings lebenswichtig. Wo früher vor allem Staatsanleihen eine sichere Rendite brachten, verzinsen diese mitunter sogar im Negativbereich. Mit anderen Worten: wer in manche Staatsanleihen investiert, verliert garantiert Geld. Hinzu kommt die Inflationsrate, sodass Investitionen – vereinfacht ausgedrückt — nur noch dann lukrativ sind, wenn es sich um Aktien, Immobilien oder auch Direktinvestitionen handelt.

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