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Katarakt-OP: Schadensregulierung durch PKV nicht einklagbar

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Die Stärken einer PKV zeigen sich vor allem in der Schadensregulierung. Es existieren jedoch bestimmte medizinische Eingriffe, bei denen Versicherte auf die Kulanz ihrer Privaten Krankenversicherung angewiesen sind.

Aktuell weist Anwalt.de auf das Urteil des LG Köln vom 18.07.2012, 23 O 213/11 hin. Es ging darin um eine so genannte Katarakt-Operation, bei der eine Fehlsichtigkeit behandelt wurde. Das Gesicht kam zu der Einschätzung, dass hier keine medizinische Notwendigkeit besteht.

Zum Hintergrund sei bemerkt, dass der Name „Katarakt“ in der Augenmedizin synonym für den Grauen Star verwendet wird. Es handelt sich um eine Trübung der Linse, bei der ein Implantat für Abhilfe sorgen kann. Die ausgeführte OP stand nach Ansicht des Kölner LGs in keinem Verhältnis zu den Risiken, weswegen die PKV nicht zur Schadensregulierung herangezogen werden dürfe.

Entscheidender ist allerdings, dass alternativ auch die Lasik-Technik bereitsteht, die von den meisten PKV in vollem Umfang übernommen wird. Hier wird weniger invasiv und damit auch weniger risikoreich zu Werke gegangen. Ob das Urteil auch in höheren Instanzen besteht, muss sich erst noch zeigen. Versicherte, die am „Grauen Star“ leiden sollten aber jede Behandlung nicht nur mit ihrem Augenarzt, sondern auch mit ihrer PKV abklären.

In aller Regel erhält man schnell eine Einschätzung bzw. eine Zusage zur Kostenübernahme.

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