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Jahressteuergesetz 2020 – viele Änderungen für Versicherte

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Alle Jahre wieder …. das Jahressteuergesetz 2020 dürfte wieder einmal verschiedene Bereiche für Versicherte verändern oder vereinfachen. Aktuell existiert ein Referentenentwurf, der sich nach Beschluss ab 2021 konkret auswirken dürfte.

Haufe.de präsentiert die einzelnen Aspekte und geht dabei auf die zahlreichen Änderungen in den einzelnen steuerrechtlichen Bereichen ein. Betroffen sind natürlich auch Versicherte bzw. die konkrete Ausgestaltung sowohl von Privater Krankenversicherung (PKV) als auch von privaten Rentenversicherungen.Leibrenten werden ebenso wie Leistungen aus einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge, die als „sonstige Einkünfte“ versteuert werden nach dem Tod eines Rentenberechtigten einkommenssteuerrechtlich diesem bzw. dessen letztem Lebensmonat zugerechnet. Der Vorteil besteht darin, dass keine Erben mehr ermittelt werden müssen, sondern die rentenbezugsmitteilungspflichtige Stellen direkt und in gewohnter Weise melden können.

Auch ändert sich die Betrachtung des Zusätzlichkeitskriteriums bei Sachbezügen und Zuschüssen, was vor allem die betriebliche Altersvorsorge betrifft. Klar ist mittlerweile, wann von einer Zusatzleistung des Arbeitgebers gesprochen werden kann und wann nicht bzw. wann eine solche versteuert werden muss. So sind Zuschüsse nicht mehr steuerpflichtig sofern hierfür der Anspruch auf Arbeitslohn herabgesetzt wird oder mit ihnen ein Wegfall von Arbeitslohn einhergeht.

Ein weiterer neuer Punkt ist die Berücksichtigung von Beiträgen für berufsständische Versorgungseinrichtungen i.S.d. § 10 Abs. 1 Nr. 2a EStG als „Sonderausgaben“ auch für beschränkt Steuerpflichtige.

Zuletzt könnte das „Papierkrieg“ zwischen den PKV und angestellten Versicherten sowie dem Finanzamt künftig entfallen. Für 2024 ist geplant, dass auch die PKV-Beiträge im Lohnsteuerabzugsverfahren automatisch übermittelt werden. Ein Pilotprojekt startet bereits Anfang 2023.

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