Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Ist die Riester-Rente wirklich so unrentabel wie manche Zeitungen meinen?

| 4 Kommentare

Ein Beitrag von Jil Hoffmann, 29 Jahre, gelernte Hotelfachfrau

Ich arbeite nun seit sieben Monaten bei der Katz & Meyer oHG. Ich bin allerdings kein Fachspezialist, sondern eine Laiin, die zugegebener Maßen genauso viel oder wenig Ahnung von Versicherungen hat wie die Kunden, die unsere Betreuer berechtigterweise tagtäglich mit Fragen bombardieren.

Bei meiner Arbeit in einer Versicherungs- und Finanzagentur bleibt es natürlich nicht aus, dass mir Fachbegriffe um die Ohren sausen. Die Riester-Rente war bis heute für mich eine der unverständlichste Versicherungen überhaupt. Wenn ich in der Vergangenheit mein Umfeld dazu befragte, bekam ich lediglich negative Zitate aus Zeitungsberichten zu hören – aber das „WARUM“ konnte mir niemand beantworten.

Nun lag es doch nah, dass ich mir heute morgen meinen Lieblingskollegen zur Seite nahm und ihn, beschämt über mein Unwissen, zur Riester-Rente befragte:

„Du, sag mal, was ist eigentlich diese Riester-Rente? Wieso höre und lese ich kaum Positives? Erkläre mir doch mal, was ich davon hätte, wenn ich heute eine abschließen würde?“

Ein Lächeln ging über sein Gesicht, denn ich schien nicht die Erste zu sein, die ihn das fragte! Nachdem ich nun seine Erklärung gehört habe, ist mir die negative Haltung gegenüber der Riester-Rente unverständlich und ich schließe daraus, dass sich zu wenige mit der Riester-Rente beschäftigt haben und wahrscheinlich gar nicht ihre eigenen Möglichkeiten kennen.

Mein Kollege machte mir eine Beispielrechnung auf:

Fritz, Single, 27 Jahre alt, mit einem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von 25.000 € muss ca. 70 € brutto monatlich in diese Art der Altersvorsorge einzahlen. Oben drauf bekommt er eine staatliche Förderung von 154 € jährlich. Seine Ausgaben darf er dazu sogar steuerlich absetzen, was den monatlichen Aufwand auf ca. 60 € reduziert. Er zahlt tatsächlich selbst nur 780 € pro Jahr um 1200 € in seine Vorsorge zu stecken. (Dieser Teil nennt sich übrigens Sparphase und sieht bei Erwachsenen mit Kindern noch mal ganz anders aus. Da gibt es bis zu 300 € staatliche Förderung im Jahr).

Meine Augen werden natürlich bei dieser Rechnung immer größer, denn einfach mal so bis zu 300 € vom Staat zu bekommen – wo gibt’s denn so was noch?

Dabei stößt mir selbst etwas Negatives auf: „Staatlich Förderung hin oder her, wer ist denn heute noch in dem Glauben, dass es das in ferner Zukunft noch gibt?“ Doch die Antwort meines Kollegen war ehrlich und völlig richtig: „Ich kann dir auch nicht sagen, wie lange es die Förderung noch geben wird, aber warum nicht so lange noch mitnehmen!?“

„Jetzt schätz doch mal, was Fritz mit 67 Jahren angespart hat!“, sagt er.

„Es sind über 100.000 €! Davon kann er sich, wenn er will sogar sofort 30 % auszahlen lassen.“ Damit wäre mein kurzer Gedankengang, dann müsste Fritz ja 100 Jahre alt werden, damit sich die Einzahlung lohnte, auch widerlegt.

Mein Fazit:

Ich persönlich kann jedem nur raten, sich einmal mit seiner Skepsis an meinen Lieblingskollegen zu wenden.

Ganz unter uns, ein Beratungsgespräch kostet ja nichts und alles kann Man(n)/Frau einfach selbst
nicht wissen, dafür gibt es ja die Katz & Meyer oHG!

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.