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Ist die PKV wirklich unsolidarisch?

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Während die Debatte um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) im kommenden Wahljahr geradezu unausweichlich erscheint, findet sich in der Wochenzeitung „Die Zeit“ ein durchaus lesenswerter Hintergrundartikel zu diesem Thema.

Die Überschrift besteht direkt in den beiden Begriffen „Unfair und riskant“. Interessant ist dabei, dass die Autorin direkt zu Beginn eine repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung PWC aufgreift, nach der nur 15 Prozent der Befragten mit der Leistung ihrer Krankenversicherung unzufrieden sind.

Problematisch erscheint dabei eher die gesetzliche Krankenversicherung. Da der Zusatzbeitrag gemäß Prognosen von momentan 1,1 Prozent auf bis zu 1,8 Prozent im Jahr 2019 ansteigt, stellt sich wieder einmal die Frage nach der Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenkasse.

Darüber, ob das Problem allerdings darin besteht, dass die potenziell Versicherten aus der PKV fehlen, ließe sich trefflich streiten. So ist keineswegs gesagt, dass nur die Reichen in die PKV abwandern, denn auch für viele Selbstständige stellt die Privatversicherung schlichtweg die bezahlbare Alternative dar. Hinzu kommt, dass sich manche Versicherte einfach eine bessere Gesundheitsversorgung sichern möchten, die in der PKV weitestgehend gesichert zu sein scheint.

Dabei sollte man vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung darauf achten, dass auch Leistungen wie Psychotherapie oder Logopädie versichert sind, was nicht in jedem Tarif der Fall ist.

Bemerkenswert ist jedoch, dass es der Finanztip-Ratgeber zum Thema „Rückkehr in die GKV“ auf 210.000 Abrufe brachte, was das Interesse an diesem Thema deutlich zeigt. Am Ende plädiert die Autorin für eine Bürgerversicherung und die Möglichkeit einer Kombination mit privaten Krankenzusatzversicherungen, also eine „Bürgerversicherung Plus“.

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