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Ist Design Thinking die Zukunft der Lebensversicherung?

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In der Diskussion um die Zukunft der Lebensversicherung wurde zuletzt immer wieder der Begriff „Design Thinking“ verwendet. Es handelt sich dabei um eine Methode bzw. einen Ansatz, bei dem Lösungen aus Nutzersicht gefunden werden sollen. Zudem arbeiten Personen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und sorgen für Innovationen. So zumindest ein oberflächlicher Erklärungsversuch.

Der Versicherungsbote greift die Thematik umfangreich auf und lässt Christian Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung RWM Group in einem Gastkommentar zu Wort kommen. Dieser zieht das Fazit bereits in der Überschrift und findet, dass „Design Thinking allein nicht ausreicht„.

Klar ist, dass die Unternehmen im Bereich Lebensversicherung mehr auf die Kunden ausgerichtet sein müssen. Ebenso herrscht Konsens über den mangelhaften Zustand der IT-Systeme in der Branche und den fehlenden Kundendialog. Es ist jedoch auch zu bemängeln, dass viele Fehler bereits von den Beratern gemacht wurden. Zu nennen sind beispielsweise nachwievor fehlende Standards im IT-Bereich oder auch das Nicht-Wissen, wie sich theoretische Erkenntnisse in die Praxis umsetzen lassen.

Zudem bedarf es für das viel gepriesene Design Thinking einer passenden Unternehmensstruktur und der Bereitschaft, interkulturellen Teams auch Entscheidungskompetenz zuzubilligen. Ebenfalls wird bemängelt, dass der Dialog mit den Kunden vielfach zur reinen Marktforschung verkommen ist und nicht als eigenes Kommunikationsprojekt wahrgenommen wird.

Zuguterletzt muss es den Versicherungen gelingen, die Kunden in einem überaus problematischen Marktumfeld mit Niedrigzinsen abzuholen und ihm die passende Beratung zukommen zu lassen. Sicherlich eine Herausforderung, die vermutlich nicht von jedem Unternehmen gleichermaßen angenommen und bewältigt wird.

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