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In der Kritik: Dread-Disease-Versicherungen nicht lohnenswert?

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Die Dread-Disease-Versicherung fristet hierzulande noch ein Schattendasein. In aller Regel wird zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice (BU) geraten. Dass das gute Gründe hat, wurde nun wieder einmal in einer Studie zutage gefördert. Eine Dread-Disease eignet sich demnach nur dann, wenn keine BU möglich ist, weil der Beruf zu risikoreich ist oder Vorerkrankungen bestehen.

Die Zeitschrift „Capital“ widmet sich diesem Thema und weist darauf hin, dass eine Berufsunfähigkeit in den meisten Fällen nicht auf die im Rahmen einer Dread-Disease definierten Krankheiten zurückzuführen ist. Anders formuliert, verliert man vor allem aufgrund von Nervenkrankheiten oder psychischen Erkrankungen seine Arbeitskraft – die Dread-Disease haftet jedoch nur bei so genannten „schweren Krankheiten“.Selbiges gilt für die 20 Prozent Berufsunfähigkeit, die durch Schäden am Skelett- oder Bewegungsapparat hervorgerufen werden. Burnot und Depressionen sind als fast schon „Volkskrankheiten“ ebenfalls nicht inkludiert.

Die Dread-Disease zahlt hingegen bei einer Krebsdiagnose, bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder Erkrankungen von Leber und Lungen. Gezahlt wird einmalig, danach endet der Vertrag. Um einen Verdienstausfall zu kompensieren, sind die Summen oftmals zu klein, weshalb die BU unter diesem Gesichtspunkt die bessere Wahl darstellt. Selbiges gilt nach Ansicht der Verfasser des zitierten Artikels auch für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, wobei die Dread-Disease (je nach gezahlter Versicherungsprämie und -summe) durchaus einen zusätzlichen Baustein darstellen könnte.

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