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In der Diskussion: verweigern Versicherungen die Schadensregulierung?

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Das Thema ist brisant und birgt jede Menge Zündstoff. In einem Artikel im aktuellen „Spiegel“ wird die Schadensregulierung der deutschen Versicherer harsch kritisiert. Die Überschrift „Versichert und verraten“ bringt es plakativ auf den Punkt.

Selbstverständlich ist es seitens der Versicherungsbranche längst zu Reaktionen und entschiedenen Zurückweisungen gekommen. Den Stand der Diskussion bringt unter anderem der Versicherungsbote auf den Punkt.

So schreibt der Spiegel beispielsweise über Versicherte, die über Jahren, sogar Jahrzehnte, auf Entschädigungen seitens der Versicherer warten müssen. Zudem seien im Fall eines Rechtsstreits die Kommentare von der Versicherern dominiert, womit Versicherte schlechte Chancen haben.

Im Spiegel-Artikel werden eine Reihe von Fällen dokumentiert, denen allen eine hohe Alltäglichkeit gemeinsam ist. Zudem werden eine Fülle von Prozessen präsentiert, bei denen sich die Versicherten durchsetzen konnten. Zudem handelt es sich – laut Spiegel – um einen Trend, bei dem in den letzten fünf Jahren eine deutliche Verschlechterung zuungunsten der Versicherungskunden ausgemacht werden kann.

Die Liste der Vorwürfe gegen die Versicherer ließe sich noch ein wenig fortsetzen, doch kontert der GDV bereits mit Fakten:

Bei den Kompositschäden landen lediglich 0,6 Prozent vor Gericht, während in 30 Prozent schnell Einvernehmen erzielt werden kann. Von 23 Millionen Schadensfällen jährlich werden die meisten schnell und im Einklang zwischen Versicherten und Versicherung beigelegt. Hinzu kommt, dass die Prozess- und Beschwerdequoten konstant gering ausfallen, was auch durch die Zahlen der BaFin und des Ombudsmannes untermauert wird.

Zuletzt weisen die Versicherer darauf hin, dass jährlich rund 50 Milliarden Euro an Versicherte ausgezahlt werden und weitere 79 Milliarden aus den Lebensversicherungen hinzukommen. Eine Untersuchung des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) hat zudem „keine Anhaltspunkte für Verzögerungen“ erkennen können. Mit anderen Worten: die im Spiegel-Artikel präsentierten Fälle lassen sich nicht als repräsentativ für die Branche ansehen.

 

 

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