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Immobilienkauf mit Lebensversicherung immer unbeliebter

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Es gab eine Zeit, in der wurden Immobilien gerne über ein tilgungsfreies Darlehen finanziert. Zur Deckung wurde Geld in eine Lebensversicherung einbezahlt und im Idealfall fiel neben der Schlusstilgung am Ende noch ein kleiner Gewinn ab.

Der Vorteil bestand (und besteht noch) in gleichbleibend hohen Zinsen, die sich im Fall von Vermietung steuermindernd auswirken. Das Problem: aufgrund des enorm niedrigen Zinsniveaus handelt es sich laut biallo.de immer mehr um ein Verlustgeschäft.Während in früheren Zeiten sechs bis sieben Prozent bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung der Regelfall waren, sind es mittlerweile im Schnitt meist nur noch maximal zwei Prozent. Angesichts des Garantiezinses in Höhe von derzeit 1,25 Prozent und der angekündigten Absenkung auf nur noch 0,9 Prozent lässt sich mit Lebensversicherungen schlichtweg nicht mehr ausreichend Kapital aufbauen, um ein Darlehen auf einen Schlag zu tilgen.

Umgekehrt sind Baufinanzierungen mittlerweile – bei ausreichend Sicherheiten – für nur noch gut ein Prozent zu haben. Wer hier eine hohe Tilgungsrate einrechnet, hat die eigenen vier Wände oder auch eine vermietete Immobilie schnell abbezahlt und ist damit – salopp formuliert – „frei“.

Ob und bei wem sich diese Vorgehensweise lohnt, lässt sich naturgemäß nicht pauschal beantworten. Wichtige Faktoren sind immer auch die Immobilie und deren Wert sowie der zu erwartende Steuervorteil bei Vermietung und die Mieterlöse etc. Von der Tilgung durch eine Lebensversicherung sollte man jedoch in der heutigen Zeit die Finger lassen.

 

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