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Im Trend: Versicherungprodukte speziell für Frauen

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Im Zuge der Spezialisierung von Versicherungen hat die Branche nun Frauen ins Visier genommen. Hierauf lässt zumindest ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung schließen. Anlass für den eigens für Frauen entworfenen Versicherungsschutz ist offenbar die Erkenntnis, dass Frauen weniger Versicherungsprodukte kaufen als Männer.

Den ersten Schritt in Richtung spezieller „Frauenversicherungen“ unternahm nun die Axa, die unter anderem eine spezielle Police für Brustkrebs sowie die Kosten einer Mutterschaft aufgelegt hat. Wohlgemerkt: beide Bereiche sollten normalerweise auch schon durch eine Private Krankenversicherung (PKV) abgedeckt sein, sodass sich die Frage nach dem Sinn zurecht aufdrängt.Bei der Axa wurde jedoch ein eigener Bereich mit dem aussagekräftigen Titel „Women’s Market“ ins Leben gerufen. Die Ausgangsbasis ist Marktforschung, die zum Beispiel zutage fördert, dass Lebensversicherungen in den USA von 62 Prozent der Männer und nur 56 Prozent der Frauen abgeschlossen werden oder der Erkenntnis, dass 30 Prozent der Frauen keine private Rentenversicherung besitzen.

Dass dahinter auch Einkommensunterschiede stehen könnten, dürfte klar sein und doch sehen Studien in speziellen Frauenversicherungen ein Marktvolumen in Höhe von 1,7 Billionen US-Dollar, die bis ins Jahr 2030 entstehen und verteilt werden könnten. Möglich sind Lebensversicherungen, die auf besonders bei Frauen häufige Todesarten hin konzipiert sind oder auch Versicherungen, die Kosten für Babysitter beinhalten.

In Deutschland scheint das Konzept bislang jedoch nicht aufzugehen und auch Versuche anderer Versicherer in der Vergangenheit scheiterten. Entsprechend könnte es sein, dass hierzulande weiterhin genderneutrale Produkte im Programm sind und zunächst einmal andere Märkte erschlossen werden.

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