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Helene Fischer: Versicherungen haften für Konzertabsagen

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Die erfolgreiche Schlagersängerin Helene Fischer musste im Rahmen Ihrer Tournee gleich sieben geplante Konzerte absagen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. Doch wer haftet hierfür? Und welche Versicherung ist für welchen Bereich zuständig?

Der „Focus“ stellt eine entsprechende Betrachtung an und beziffert den Schaden pro Konzert auf mindestens 600.000 Euro. Gerechnet wird in diesem Fall lediglich der Ausfall an Eintrittsgeldern. Nicht eingerechnet werden die entgangenen Erlöse aus dem Verkauf von Merchandise-Produkten, Catering oder die Gagen für die Produktions-Crew.

Eine Ausfallversicherung springt ein und übernimmt sämtliche finanzielle Schäden. Abgeschlossen wird die Police durch den Tour-Veranstalter, der damit auch ausreichende Mittel für die Verlegung und das Buchen eines neuen Termins erhält. Interessant ist dabei das Konstrukt des „Versicherungsdeals“, das offenbar in einer Umsatzbeteiligung für den Versicherer besteht. Mit anderen Worten wird die Versicherung indirekt als Partner mit an Bord geholt und berechnet offenbar keine festen Prämien. Die Beteiligung liegt bei Künstlern von der kommerziellen Größe einer Helene Fischer meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Künstler scheinen hier in der besseren Position zu sein und die Versicherer buhlen darum, versichern zu dürfen.

Die Krankheit der Sängerin muss durch ein Attest bestätigt werden. Zudem muss entschieden werden, ob Helene Fischer durch Fehlverhalten dazu beigetragen hat. Ein Selbstverschulden würde Kosten nach sich ziehen, doch entscheidet hierüber einzig und allein der Arzt bzw. die Ärzte.

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