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Hebammen: Haftpflichtversicherung erst einmal gesichert

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Das Thema war einer der Aufreger in der Versicherungsbranche. Mehr und mehr Haftpflichtversicherungen wollten sich aus dem Geschäft mit Hebammen zurückziehen oder erhöhten die Beiträge. In Folge erweiterter Haftung bei Geburtsschäden war dieser Schritt notwendig geworden, hatte jedoch horrend steigende Versicherungsprämien befürchten lassen.

Nun sind laut Spiegel erst einmal die gesetzlichen Krankenkassen in die Bresche gesprungen und sichern den Haftpflichtschutz für Hebammen zumindest bis 2015. Es geht dabei um einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 6,5 Millionen Euro.

Meldungen zufolge, hat der Deutsche Hebammenverband einen neuen Gruppenversicherungsvertrag vereinbart, der bis Ende Juni 2015 läuft. Im Rahmen der Vereinbarung wurde allerdings ein Ansteigen der Haftpflichtversicherungsbeiträge von 4.240 Euro auf dann 5.090 Euro jährlich festgelegt. Um diese Mehrkosten ging es dann auch in den Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen, die die Differenz übernehmen wollen.

Es ließe sich hier ggf. von einer Zwischenlösung sprechen, die das Problem jedoch keineswegs behebt. Ab Juli 2015 könnte ein kompletter Berufsstand ohne Versicherungsschutz dastehen, da sich mit der Nürnberger einer der letzten Versicherer aus dem derzeit bestehenden Konsortium verabschieden möchte.

Entsprechend bringt es Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands, auf den Punkt, wenn sie sagt:

„Die Politik ist aufgefordert, endlich zu handeln“

An einer Online-Petition nahmen bereits mehr als 350.000 Menschen teil und so ist zu hoffen, dass Geburten auch in Zukunft zu Hause und unter Betreuung einer Hebamme stattfinden können.

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