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Hausrat- und Gebäudeversicherung: Rauchmelder nicht unbedingt erforderlich?

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Das Fragezeichen in der Überschrift wurde mit Bedacht gewählt. Zwar berichtet der Focus über Fälle, in denen eine Versicherung nach einem Brand auch ohne Frage nach dem Rauchmelder die Schadensregulierung übernommen hat. Dies sollte jedoch nicht über die gesetzlichen Regelungen hinwegtäuschen.

Im Artikel kommt der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes zu Wort und weist darauf hin, dass derzeit keine Kontrollen der Rauchmelder geplant sind. Vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kommt das Statement, dass die Geräte in erster Linie der Sicherung von Menschenleben und nicht von Sachwerten dienen. Doch was können wir daraus schließen?

Tatsache ist, dass manche Gebäudeversicherung zwingend an das Vorhandensein eines Rauchmelders geknüpft ist. Seit 2013 existiert zudem in zehn Bundesländern eine gesetzliche Vorschrift, die die Installation zwingend erforderlich macht. Der Teufel steckt hier im sprichwörtlichen Detail, denn vielfach wird zwischen Alt- und Neubauten unterschieden und es werden Übergangsfristen eingeräumt.

Berlin, Brandenburg und Sachsen haben ebenso wie Baden-Württemberg keine gesetzliche Vorschrift zu diesem Thema erlassen. Laut Versicherungsbote fließen die Gesetze allerdings mehr und mehr in die Vertragstexte der Gebäude- und Hausratversicherungen. In einem Zitat heißt es:

Der Versicherungsnehmer hat alle gesetzlichen, behördlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften sowie alle vereinbarten weiteren Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalls zu beachten.

In der „Welt“ ist zu diesem Thema sogar von Rauchmelder-Rabatten die Rede. In einem Artikel von 2009 heißt es hierzu, dass in der Feuerversicherung bis zu sieben Prozent Preisnachlass für den Nachweis der Installation gegeben wird.

Unabhängig davon sollte aber sowieso ein Rauchmelder vorhanden sein, denn schließlich kosten die kleinen Kästchen gerade einmal runde zehn Euro und können im Fall der Fälle Leben retten.

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