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Hausbesitzer: GDV fordert Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen

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Droht Hausbesitzern bald eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen? Diese Szenario wird derzeit zumindest von der Verbraucherzentrale Sachsen sowie dem Bund der Versicherten ins Gespräch gebracht. Abgefedert werden sollen damit die teils horrenden staatlichen Beihilfen und die hohen Versicherungssummen.

Derzeit werden unterschiedliche Naturkatastrophen über verschiedene Versicherungen abgedeckt. Der Klassiker ist die Wohngebäudeversicherung, hinzu können jedoch auch noch Elementarschäden wie Erdbebenschäden, Wasserschäden durch starken Regen oder Hochwasser abgedeckt werden. Wie das „Wochenblatt“ berichtet, könnte die Elementarversicherung grundsätzlich auch auf Mieter umgelegt werden.

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden allein im Rahmen des Juni-Hochwassers satte 1,8 Milliarden Euro durch die Versicherer ausgezahlt. 65 Prozent der deutschen Haushalte verfügen allerdings noch nicht über eine Elementarschadenversicherung. Nach Ansicht des GDV bringt eine Pflicht nicht viel, da damit Eigentumswohnungen in einem urbanen Hochhaus und Einfamilienhäuser am Rand eines Flusses über einen Kamm geschoren würden.

Hinzu kommt, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt 99 Prozent der Gebäude anstandslos gegen Elementarschäden versichert werden könnten und nur ein Prozent vorherige bauliche Sicherung oder die Vereinbarung einer Eigenbeteiligung erfordern.

Die Verbraucherschützer möchten derweil sämtliche Gefahrenquellen in einer Versicherung bündeln und damit die Tarife gleichhalten. Nach einer Anfrage der Linken wird die Versicherungspflicht sogar schon von der Bundesregierung geprüft, könnte jedoch am verfassungsrechtlichen Grundatz der Wahlfreiheit scheitern.

Zuguterletzt umfasst die geäußerte Idee der Versicherungspflicht auch eine staatliche Garantie für den Fall großer Katastrophen. Indem Schäden über – wie im Beispiel – acht Milliarden Euro gedeckelt werden, können Versicherer guten Gewissens auch potenzielle Problemfälle mit einer Police versorgen.

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