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Großbritannien: KFZ-Versicherung verbietet Aufkleber

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Es ist schon erstaunlich, welche Konditionen manche Versicherungen vorgeben. In Großbritannien hat eine KFZ-Versicherung einer ihrer Versicherten das Entfernen eines Autoaufklebers aufgetragen. Anderernfalls – so die Assekuranz – drohe der Verlust des Versicherungsschutzes.

Erschienen ist diese – durchaus boulevardeske – Nachricht im Fokus. Konkret ging es bei der Auseinandersetzung um einen Aufkleber mit der Aufschrift „Christus für mich“, der von der Versicherung beanstandet wurde. Besonders pikant ist der Fall auch deshalb, weil es sich bei der 75-Jährigen um eine Geistliche handelt.

Nach Ansicht des Versicherers ist das Anbringen von Aufklebern eine Änderung am Fahrzeug und kann zur Ungültigkeit der Police führen. Die betroffene Waliserin findet wiederum, dass einer der Mitarbeiter der Versicherung offensichtlich das Christentum hasst und deshalb zu solch ungewöhnlichen Mittel greift. Gegenüber der BBC berichtet die Dame stolz davon, dass sie jede Gelegenheit nutzt, um den Menschen von Jesus zu erzählen.

Die Age UK gab ihrer Kundin zehn Tage Zeit, um die Veränderungen zu erklären bzw. rückgängig zu machen. Sie räumte jedoch auch ein, dass die Vorgabe, Änderungen zu melden, nicht explizit genug ausformuliert wurde und die Versicherte daher zunächst einmal ihre Police erhalten darf.

Ein Fall von Versicherungswillkür? Schwer zu beurteilen, denn wie man auf der Webseite des BBC erkennen kann, sind die Aufkleber alles andere als dezent. Die Focus-Überschrift „Werbung für Gott nicht genehmigt“ ist daher ein wenig irreführend, denn ein kleiner Sticker wäre bestimmt anstandlos durchgewunken worden.

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