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GOÄ-Novelle: PKV gegen zu hohe Arztkosten

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Dass die Anpassung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mit vielen Diskussionen begleitet würde, stand von vornherein fest. Nun haben sich auch private Krankenversicherer (PKV) eingeschaltet. Namentlich die Hallesche mahnt die Ärzte zur Bescheidenheit.

Die ÄrzteZeitung dokumentiert die Meinungsverschiedenheit und beruft sich unter anderem auf den Vorstandsvorsitzenden der Hallesche Krankenversicherung Dr. Walter Botermann. Dieser findet die Forderung nach einem Inflationsausgleich in Höhe von 30 Prozent überzogen und weist zudem darauf hin, dass allein durch die Menge und Optimierungen in der Abrechnung bereits 50 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der letzten GOÄ-Novelle erzielt werden.

Die Hallesche PKV stellt sich damit eindeutig auf die Seite ihrer Versicherten. Schließlich sind die Kunden die Leidtragenden, wenn die Tarife für Ärzte in die Höhe schnellen. Zwar wird der Vorschlag: „“Vor Abschluss der Verhandlungen sollte man eine Befragung der Kunden vornehmen, wie viel mehr zu zahlen sie bereit sind“ als Polemik dargestellt, enthält jedoch einen wahren Kern. Bedenkt man, dass nur das Leistungsmanagement und genaue Kontrollen der Abrechnungen verhindern, dass die Leistungsausgaben jährlich um sechs bis acht Prozent steigen, lässt sich der Wunsch nach Mäßigung durchaus nachvollziehen.

Gewiss sind die Gebühren für Ärzte nur ein Faktor im Kostenmanagement. Auch so genannte Disease Management Programme und Rechnungsprüfungen tragen dazu bei, die Kosten gering zu halten.

Diese – für die Patienten positiven – Ergebnisse sollten jetzt nicht mit einer zu „teuren“ neuen GOÄ zunichte gemacht werden.

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