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GKV und PKV einig gegen die Bürgerversicherung

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Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Im Rahmen eines Fachkongresses in München zeigten sich nun Vertreter der Privaten Krankenversicherungen (PKV) und der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ungewohnt einig.

Das Konzept der Bürgerversicherung, wie es von der SPD und anderen Oppositionsparteien vorgeschlagen wird, stößt auf einhellige Ablehnung. Dazu berichtet das Versicherungsjournal über ganz neue Kooperationsansätze.

In einer Rede sprach beispielsweise Dr. Clemens Muth, Vorstand der Ergo Versicherungsgruppe davon, dass sich „Wirtschaftliche Freiheit und totaler Versicherungszwang“ nicht vertragen. Damit zitiert der Vertreter der PKV den ehemaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.

Die DAK als Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen war zwar nicht im Detail mit allen Beiträgen der privaten Konkurrenz d´accord, unterstrich aber die Ablehnung einer Bürgerversicherung. Nach Ansicht des DAK-Chefs „werden solche Intentionen ohnehin spätestens beim Versuch der konkreten Umsetzung versanden“

Interessant ist nicht nur die Einigkeit von PKV und GKV in der Ablehnung der Bürgerversicherung, sondern auch das Nachdenken über mögliche Kooperationen. Vertriebskooperationen existieren bereits zum jetzigen Zeitpunkt und auch Unterstützung für Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern ließe sich ggf. andenken.

Erstaunlicherweise scheinen Vertreter der Politik nicht bei den Akteuren im Gesundheitssystem nachgefragt zu haben. Wie verträgt sich die Forderung nach der Bürgerversicherung mit der Tatsache, dass sowohl Ärzte als auch Krankenkassen als auch PKV einhellig gegen das staatliche System sind? Fragen, die ggf. nach der Bundestagswahl beantwortet werden müssen.

 

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