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Gesetzliche Krankenversicherung: Umverteilung von Millionen

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Die Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung werden entlastet. Am Mittwoch wird der Gesetzesentwurf zur Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassen beschlossen. Konkret bedeutet dies, dass Arbeitgeber und die gesetzliche Rentenversicherung jeweils die Hälfte der Zusatzbeiträge tragen.

Wie das Versicherungsjournal schreibt, werden die Krankenkassen die überschüssige Liquidität an die Versicherten ausschütten und die Mindestbeiträge für Selbstständige senken. Soweit zumindest die Theorie, denn die Entlastung von Selbstständigen durch Halbierung der Bemessungsgrenze dürfte allein schon 800 Millionen Euro Ausfälle bei den Beiträgen bewirken.

Fakt ist, dass vor allem Kleinunternehmen mit den Beträgen der gesetzlichen Krankenversicherung überfordert sind und deshalb vielfach in die günstigere private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Seitens der GKV wird ein Mindesbeitrag in Höhe von 2.284 Euro angesetzt, der nun auf 1.142 Euro sinken soll. Dies entspräche jedoch immer noch mindestens 171 Euro, die monatlich zu zahlen sind.

Insgesamt geht es um Entlastungen in Höhe von 8,3 Milliarden Euro, von denen allein 6,9 Milliarden Euro dadurch erzielt werden, dass wieder auf eine paritätische Finanzierung gesetzt wird. „Leidtragende“ sind dabei der Bund als Arbeitgeber mit rund 100 Millionen Euro, die Länder und Gemeinden mit rund 800 Millionen Euro sowie der Deutsche Rentenversicherung Bund mit 1,4 Milliarden Euro. Der Löwenanteil entfällt jedoch auf die Wirtschaft mit 4,5 Milliarden Euro.

Die gesetzliche Neuregelung betrifft übrigens auch Kunden der PKV. Diese sollen einen Arbeitgeberzuschuss erhalten.

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