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Gesetzliche Krankenkassen: Preisvergleich wird vermieden

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Es ist schon paradox. Während die Private Krankenversicherung (PKV) medial immer wieder wegen vermeintlicher Intransparenz gescholten wird, sieht es bei den gesetzlichen Krankenkassen noch deutlich schlimmer aus. Unterschiede in der Tarifgestaltung werden so gut wie nicht kommuniziert – sehr zum Ärger der Politik.

Aufgegriffen wird das Thema in der FAZ. Im Kontext des bevorstehenden Preiswettbewerbs zwischen den gesetzlichen Krankenkassen, wurden lediglich Briefe an die Versicherten verschickt und auf Tabellen im Internet hingewiesen. Mit anderen Worten werden selbst mögliche Preisvorteile nicht offen kommuniziert.

Die Liste, die der Spitzenverband der Kassen ins Internet gestellt hat, vermeidet jede Such- und Sortierfunktion, sodass der günstigste Anbieter keineswegs auf den ersten Blick gefunden werden kann. Wer sich für die Höhe des Zusatzbeitrags (und damit auch die Gesamtkosten) interessiert, muss sich durch die 131 Anbieter von Actimonda bis W wie WMF klicken, um Auskunft zu erhalten.

Die Kritik der FAZ ist durchaus berechtigt, wenngleich das Problem faktisch nur kurz bestehen dürfte. Zu vermuten ist, dass eine nach Preis geordnete Liste schon bald im Internet auftaucht und von den zahlreichen Verbraucherportalen gepflegt wird.

Wer es einfacher haben möchte, der schaut sich die Preispolitik in der PKV an. Hier werden Tarife und Konditionen offen kommuniziert und zudem lässt sich anhand der Leistungen genau ersehen, welche Police die Geeignete ist. Seitens der gesetzlichen Krankenkassen muss der Wettbewerb offensichtlich noch gelernt werden….

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