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Gesetzesinitiative zum Verbot von Tracking in der PKV

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Nach aktuellem Stand sind die so genannten „Tracking-Tarife“ der Privaten Krankenversicherungen (PKV) ohnehin nicht zu befürchten. Hierzulande handelt es sich – anders als in anderen Ländern – keineswegs um ein Massenphänomen. Dennoch möchte Hessen das Tracking fortan komplett verbieten und hat hierzu eine Gesetzesintiative im Bundesrat eingebracht.

Die Ärztezeitung schreibt über den Vorstoß und dokumentiert in diesem Zusammenhang auch die Verärgerung seitens der PKV -Verbands. Das Problem ist klar, denn durch ein Vorab-Verbot aller Formen von Tracking werden auch eine Reihe innovativer Produkte verhindert.In der Kfz-Versicherung existieren entsprechenden Tarife und belohnen vorsichtiges und umsichtiges Fahren. Im Gesundheitsbereich soll es allerdings zu keinem Pendant kommen und das Erheben von Gesundheitsdaten in flächendeckender Form soll erst gar nicht möglich gemacht werden. Seitens der Versicherung wird darauf hingewiesen, dass dies auch gar nicht die Intention der Unternehmen ist und zudem rechtliche Grundlagen verhindern, dass ein individuelles Gesundheitsmonitoring zustande kommt.

Viel Lärm um nichts also? Ein bisschen erweckt es den Eindruck, denn auch die vermeintlich gefürchteten „Self-Tracking-Tarife“ werden nicht angeboten. Der PKV-Verband stellt hierzu auf seiner Webseite klar:

PKV-Tarife, die ein individuelles Gesundheitsmonitoring mit günstigeren Beiträgen belohnen, sind schlicht nicht vereinbar mit unseren rechtlichen Vorgaben

Der schwarz-grünen Regierung des Bundeslandes Hessen reicht dies offenbar nicht aus und so durchläuft der jetzige Gesetzesvorstoß fortan die zuständigen Gremien und Ausschüsse. Die Chance auf Erfolg dürfte gering sein.

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