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Gesetz: ALG II- Empfänger benötigen eigene Krankenversicherung

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Wer Leistungen in Form von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) erhält, muss ab dem kommenden Jahr eine eigene Krankenversicherung vorweisen. Bis dato hatte eine bestehende Familienversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse Vorrang.

Wie es bei Haufe heißt, basiert die Änderung auf dem GKV-Finanzstruktur- und Qualitätsentwicklungsgesetz und sieht eine eigene Versicherungspflicht sowohl hinsichtlich der Krankenversicherung als auch der sozialen Pflegeversicherung vor.

Ein interessantes Detail an dieser Regelung ist die mögliche Einstufung in die Private Krankenversicherung (PKV). Grundlage ist die zuletzt genutzte Form der Krankenversicherung, die auch für eine Weiterversicherung ausschlaggebend ist. War ein ALG II- Bezieher also vor der Teilhabe an der Familienversicherung privat krankenversichert, so erfolgt auch wieder die Zuordnung zur letzten PKV.

Hinsichtlich der Leistungen ergeben sich keinerlei Auswirkungen. Darüber hinaus soll die Gesetzesänderung kostenneutral sein, d.h. auch die jeweiligen Versicherungen dürfen keinerlei Unterschied spüren.

Dennoch wird – im Fall einer gesetzlichen Krankenversicherung – dazu geraten, auf die Zusatzbeiträge zu achten. Diese werden lediglich bis zur Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags (derzeit in Höhe von 0,9 Prozent) vom „Amt“ übernommen. Wird entsprechend eine GKV gewählt, deren Zusatzbeiträge höher liegen, so müssen diese aus eigener Tasche übernommen werden.

Innerhalb einer PKV entfällt die Regelung jedoch, denn hier ist auch der Basistarif von jedweden Sonderzahlungen befreit.

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