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Gerichtsurteil: Vollkasko haftet nicht bei Touristenfahrt

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Wer mit seinem Auto eine so genannte „Touristenfahrt“ übernimmt, darf nicht auf eine Absicherung durch seine Vollkasko hoffen. Das entschied nun das Oberlandesgericht Hamm in zweiter Instanz (Az.: 20 U 213/16). Im konkreten Fall ging es um eine Fahrt über die Nordschleife des Nürburgrings.

Im Kölner Stadt-Anzeiger wird der Fall genau dokumentiert und wir erfahren, dass ein Mann aus Iserlohn mit der Fahrt über die Rennstrecke einen Traum verwirklichte. In diesem Zuge ereignete sich jedoch ein schwerer Unfall mit einer Schadenssumme in Höhe von 8.200 Euro. Die Versicherung verweigerte jedoch die Schadensregulierung.

Die Begründung der Versicherung liegt in einer Klausel in der Versicherungspolice. Dort findet sich eine Klausel, die „Touristenfahrten“ nicht in den Versicherungsschutz inkludiert. Folglich war das „Freie Fahren“ auf der Rennstrecke nicht abgedeckt.

Knackpunkt in der Argumentation ist dabei, dass die Strecke nicht für den öffentlichen Verkehr vorgesehen und außerhalb der Rennzeiten auch nicht für diesen freigegeben ist. Dies wurde seitens des Klägers auch nicht in Abrede gestellt, doch stellte dieser fest, es habe sich nach der Umwidmung um eine „mautpflichtige Einbahnstraße“ gehandelt. Dieser Argumentation schlossen sich die Richter jedoch nicht an.

Grundsätzlich decken nur noch wenige Versicherungen die „Touristenfahrten“ über Nürburg- und Hockenheimring ab. Viele andere schließen derartige Veranstaltungen bereits aus ihrer Haftung aus.

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