Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Gerichtsurteil: Versicherungen fordern Helmpflicht für Radfahrer

| Keine Kommentare

Sorgen Versicherungen dafür, dass bald eine bundesweite Helmpflicht für Radfahrer eingeführt wird? So weit ist es zugegebenermaßen noch nicht, doch könnte das bevorstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe in diese Richtung weisen. Verhandelt wird die Weigerung einer Haftpflichtversicherungen, eine volle Schadensregulierung vorzunehmen.

Im konkreten Fall geht es um eine 61-Jährige, die mit dem Fahrrad in eine plötzlich geöffnete Fahrradtür geradelt ist. Beim anschließenden Sturz zog sich die Frau eine mehrfache Schädelfraktur sowie ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Nach vielen Monaten im Krankenhaus kann das Unfallopfer laut FAZ bis heute weder voll arbeiten noch riechen oder schmecken.

Die Haftpflichtversicherung der Autofahrerin weigerte sich, die Unfallkosten im vollen Umfang zu übernehmen. Nach der Argumentation der Assekuranz existiert eine Mitschuld, da kein Helm getragen wurde. Vor dem Oberlandesgericht Schleswig bekam der Versicherer bereits Recht und musste nur noch 80 Prozent zahlen. Gefordert war ein Anteil in Höhe von 50 Prozent.

In der jetzigen Revision ist auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club als Unterstützer der Radfahrerin mit von der Partie. Dem Verein geht es um die Verhinderung einer Helmpflicht, die durch ein Urteil zugunsten der Haftpflicht-Versicherung schleichend eingeführt würde. Seitens der Politik wird die Einführung der Helmpflicht ebenfalls abgelehnt und nun ist es an den Karlsruher Richtern die Mitschuld des Unfallopfers abzulehnen.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.