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Gericht: Wechsel in die PKV erfordert umfangreiche Beratung

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Wer erst im Alter von 56 Jahren von der gesetzlichen Krankenversicherung in die Private Krankenversicherung (PKV) wechselt, muss umfangreich beraten werden. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm (OLG) in einem Urteil mit der Nr. 20 U 116/13 und weist zudem darauf hin, dass auch mögliche Nachteile erwähnt werden müssen.

Wie es bei Online PKV heißt, entsteht in einem solchen Fall sogar eine besondere Beratungspflicht und der Versicherungsberater muss seine Tätigkeit umfangreich dokumentieren. Wurde dies nicht vorgenommen, so besteht je nach Konstellation sogar der Anspruch auf Schadenersatz durch den Versicherten bzw. die Person, die einen Versicherungswechsel in die PKV vorgenommen hat.Mit dem Urteil werden diejenigen geschützt, die sich von der PKV eine reine Kostenersparnis erhoffen, die in der Regel nicht in der gewünschten Form eintritt. Als Begründung für die private Krankenversicherung sollte eher ein Plus an Leistung stehen und weniger die Prämien, die unter dem Strich mindestens auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenkasse liegen.

Ab einem Alter von 50 Jahren ist davon auszugehen, dass ein Wechsel in aller Regel wenig Sinn macht, was auch am Fehlen von Rückstellungen liegt.

Das Urteil des OLG Hamm sieht vor, dass der Kunde so gestellt werden muss, als wäre er in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben, was vor allem in der künftigen und rückwirkenden  konkreten Abwicklung von Arztrechnungen aber auch im Bereich der Prämien eine komplizierte Umsetzung bedeuten dürfte.

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