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Gegen Retaxierung: neuer Versicherungsschutz für Apotheken

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Eine neue Versicherung sorgt für erhebliches Aufatmen bei Apotheken. Die Provinzial bietet ab sofort auch einen Schutz gegen die unbeliebten Retaxationen an. Die Rede ist von einem Regressverfahren der gesetzlichen Krankenkassen gegenüber Apotheken, das konkret darin besteht, dass Kosten nicht übernommen werden.

Meist reicht hierfür bereits ein Formfehler oder eine Fehleingabe von bestehenden Rabattverträgen — mit anderen Worten kann es bei einer kleinen Unachtsamkeit jede Apotheke treffen. Die Deutsche Apotheker Zeitung schreibt entsprechend über die Zusammenarbeit, die derzeit lediglich zwischen Provinzial und dem Apothekerverband Westfalen-Lippe besteht aber deutschlandweit Schule machen könnte.Einzustufen ist die Retax-Police in den Bereich der Berufshaftpflicht, wobei natürlich nur bestimmte Fälle abgedeckt sind. Im Besonderen sind dies Retaxierungen wegen Verstößen gegen Rabattverträge ebenso wie falsche Mengenangaben oder Darreichungsformen und selbst Rezeptfälschungen, die nicht erkannt wurden, sind inkludiert.

Wichtig ist jedoch, dass die Apotheken gewissenhaft ihren Pflichten nachkommen, denn „selbstverständlich müssen sämtliche apothekenspezifischen Vorgaben eingehalten werden, und ganz sicher sollen Apotheken die jeweiligen Rezepte auch gewissenhaft prüfen“, wie es in dem zitierten Artikel heißt.

Die Kosten für die Versicherung soll sich im unteren dreistelligen Bereich bewegen, wobei natürlich die Anzahl der Apotheken und die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als potenzielle Fehlerquellen von Relevanz ist. Zyto-Apotheken also Betriebe, die Zytostatika beispielsweise für die Chemotherapie herstellen kommen allerdings nicht in den Genuss des Versicherungsschutzes — dies würde vermutlich den Kostenrahmen sprengen.

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