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GDV: zu großer Klimawandel nicht versicherbar

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Dass der Klimawandel auch für die Versicherer enorme Herausforderungen mit sich bringt, versteht sich von selbst. Folgt man der Webseite des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), so lassen sich dessen Folgen ab einem bestimmten Wert nicht mehr versichern. Hierauf weist Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen in einem Interview hin.

Auf der Webseite des GDV findet sich die Einschätzung, dass Schäden innerhalb des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimagipfel noch zu handhaben sind. Eine „Plus-Vier-Grad-Welt“ bedeutet allerdings, dass die Versicherungen keinen Schutz mehr bieten können, da die Risiken schlichtweg zu groß und nicht mehr beherrschbar sind.Extreme Wetterphänomene könnten dann an der Tagesordnung sein und wenn das Extrem zum Normalfall wird, sind Versicherungen schlichtweg überfordert. Selbst Jahre wie 2019, in denen die Schäden durch Naturgefahren mit einer Schadenssumme von drei Milliarden Euro unter dem Durchschnitt von 3,7 Milliarden Euro lagen, sorgen hier nicht nachhaltig für Abhilfe.

Asmussen weist in dem Gespräch auch auf die Bedeutung präventiver Maßnahmen hin und spricht auch hier davon, dass ab einem bestimmten Punkt der volkswirtschaftliche Schaden zu groß wird, um beherrschbar zu bleiben. Verwiesen wird unter anderem auf die Machbarkeitsstudie „Kompass Naturgefahren“  der Versicherer und die Erfordernis eines zentralen Informationssystems von staatlicher Seite.

Die Branche selbst orientiert sich offenbar an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, wobei sich hierbei zeigt, dass nicht jedes Unternehmen auf demselben Stand ist.

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