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G20-Nachlese: hätte man die Schäden versichern können?

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Dass der G20-Gipfel sowie die damit verbundenen Demonstrationen auch im Nachgang für Diskussionen sorgen, dürfte niemanden wundern. Interessant ist in diesem Kontext die Feststellung, dass seitens der Bundesregierung eine Versicherung hätte abgeschlossen werden können.

Das schreibt zumindest die Süddeutsche Zeitung und weist darauf hin, dass anlässlich des G7-Gipfels auf Schloss Elmau eine entsprechend Police existiert hatte. Seinerzeit erhielten die Opfer von Vandalismus einen Ersatz für all die Schäden, die nicht von ihrer eigenen Versicherung reguliert wurden.

Und in Hamburg? Hier lehnte es das zuständige Außenministerium schlichtweg ab, eine entsprechende Police abzuschließen. Das besagt zumindest ein internes Schreiben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die viel zitierten Privatleute und Kleinunternehmer, die in der Folge der Konfrontation zwischen Polizei und Demonstranten zu Schaden gekommen sind, könnten entsprechend leer ausgehen.

Besonders pikant hieran ist die Erkenntnis, dass auf Schloss Elmau „kaum Schäden“ entstanden, wie ein ein Sprecher der seinerzeit federführenden Versicherungskammer Bayern (VKB) feststellte.

Ob die Bundesregierung nun direkt einspringt? Das steht in den Sternen. Nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm beliefen sich die Forderungen der Geschädigten auf rund 230.000 Euro, von denen lediglich 30.000 Euro anerkannt wurden. Im Fall der Ausschreitungen in Hamburg sind zunächst einmal Teilkasko und Vollkasko gefragt und auch die Wohngebäude und Hausrat-Versicherung könnte die Schadensregulierung übernehmen. Wie hoch allerdings die nicht übernommenen Schäden sind, lässt sich nach aktuellem Stand nicht absehen….

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