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Frührente: wann wird Riester auf Hartz IV angerechnet?

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Einer der großen Vorteile der Riester-Rente ist der Schutz vor Abschlägen, der bei Vertragsabschluss zugesichert wird. Es existieren jedoch Situationen, in denen sich ein genaues Verhandeln mit der betreffenden Versicherung lohnt.

Der MDR widmet sich im Rahmen eines Ratgeberartikels dem Fall einer Hartz-IV-Empfängerin, die gezwungenermaßen mit 63 Jahren in Frührente geschickt wurde. Die Riester-Rente wird aber – laut Vertrag – erst mit 65 Jahren fällig, sodass sich eine Versorgungslücke ergibt.

Kann diese aus eigener Kraft überbrückt werden, so brauchen keinerlei Einbußen bei der Riester-Rente gefürchtet zu werden. Anders sieht es aus, wenn der Riester-Vertrag ebenfalls mit dem 63. Lebensjahr ausläuft und die Zahlungen beginnen. In diesem Fall werden die Rentenzahlungen als Einkommen angerechnet.

Um dies zu vermeiden, können Riester-Kunden mit ihrer Versicherung über einen späteren Auszahlungszeitpunkt verhandeln. Ebenfalls ist möglich, auch während der so genannten „Zwangsrente“ weiter Beiträge zu zahlen. Bereits ab 60 Euro im Jahr können die 154 Euro staatlicher Zulage fließen, was natürlich attraktiv ist.

Auf keinen Fall sollte man den Riester-Vertrag voreilig kündigen. Anderenfalls droht die Rückforderung sämtlicher Zulagen und Steuervergünstigungen, was teuer werden kann. Alternativ lässt sich ein Riester-Vertrag immer auch beitragsfrei stellen, w

Godurch das angesparte Vermögen erhalten bleibt.

Ebenfalls ist es möglich, dass das Sozialamt die Beiträge zur Riester-Rente übernimmt. Ob dies so funktioniert, liegt allerdings im Ermessen des Amtes, das ggf. durch die Zahlung der Riester-Beiträge eine Hilfebedürftigkeit im Alter ausschließt.

Grundsätzlich lohnt sich in allen Situationen das genaue Durchrechnen und ggf. der Gang zu einem Versicherungsexperten.

 

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